Das sollte es mit dem Gewitter und Dauerregen dann doch noch nicht gewesen sein… Es ging weiter und wurde noch schlimmer.
Puh wie soll ich anfangen… Es geht uns gut!

Am nächsten Tag regnete es fleißig weiter. Auch in der Nacht wurden wir nicht davon verschont. So machten wir Nachts immer mal Kontrollgänge, um den Wasserstand im Auge zu behalten (unsere Bambushütte lag nämlich direkt an einem kleinen See . Außerdem wurde man von dem Starkregen, der ziemlich laut sein kann, so oder so wach gehalten. Immer wieder schepperte es und wir fühlten uns nicht gerade sicher. Am nächsten Morgen verfolgten wir die Nachrichten, wo sie u.a. Bilder von der Ostküste zeigten, die es noch wesentlich schlimmer erwischt hatte.  Die Inseln Kho Tao und Kho Samui, die wir im November noch bereist hatten, standen unter Wasser- Brusttief! Dabei ist der Dezember sowie Januar eigentlich die beste Reisezeit! Wir verbrachten den ganzen Tag in unserer Bambushütte und warteten ab. Nächsten Tag sollte es für uns ja mit der Fähre „eigentlich“ weiter nach Koh Lanta gehen.
Nach kurzem Essen ging es dann abends wieder für uns ins Bett und wir hofften, dass es besser wird. In der Nacht nahm der Regen aber erneut zu und nun kam auch noch ordentlich Wind dazu. Mit unseren gepackten Sachen standen wir dann am nächsten Morgen pünktlich bei der Rezeption, nachdem wir uns unter den Palmen durchgekämpft hatten, die immer wieder
Kokosnüsse aus 15 Meter Höhe verloren. Aus so großer Höhe echt nicht ungefährlich! An der Rezeption erfuhren wir dann, dass alle Fähren für heute gestrichen wurden. Nur wusste sie auch nicht, ob sie uns das Zimmer für eine weitere Nacht geben konnte, da dies nun  ja eigentlich wieder vermietet war. Eigentlich sehr unlogisch, denn wenn wir die Insel nicht verlassen können, kann auch niemand auf die Insel herauf kommen :D.. Egal. Wir verabschiedeten uns erstmal zum Frühstück und checkten auf Booking.com die Nachbarhotels ab. Noch eine Nacht nur im Halbschlaf wollten wir nicht riskieren und buchten noch während des Kaffees ein Nachbarhotel mit stabileren, gemauerten kleinen Häusern. Kurz nach dem Frühstück ging es dann mit Sack und Pack ins 1,5 km entfernte Fantasy Resort. Diese Kilometer waren gespickt mit reißenden Bächen von dem angestauten Wasser aus den Bergen, welches ins Meer floss und mit Sand und Wasser gefüllten Sturmböen! Wir schafften es und sahen auf dem Weg mehrere gekenterte Boote, entwurzelte Bäume, kaputte Bars und Hütten – wie zusammengebrochene Kartenhäuschen. Als wir ankamen, war der Sturm am Schlimmsten! Nachdem wir trotz allem noch ein Willkommens-Getränk serviert bekamen, dieses aber durch eine heftige Böe sofort herunterfiel und das zerbrochene Glas auf dem Boden hin und her wehte, mussten wir halb zu unserem Haus rennen. Ein Baum entwurzelte und brach eben mal neben der Rezeption zusammen, Dachplatten und alles mögliche andere flogen herum! Im Haus angekommen, waren wir endlich sicher. Nach ein paar Stunden nahm der Wind und Regen zum Glück wieder ab und wir gingen wieder raus, um zu helfen und uns einen Überblick zu verschaffen. Viele kleine Hütten mussten dem Wind erliegen, genauso wurde aber alles echt fix von den Thais  wieder auf Vordermann gebracht und aufgeräumt so gut es ging. Jetzt ist das Schlimmste überstanden und es sollte am nächsten morgen wesentlich besser werden und wir hofften, dass unsere Fähre nun einen Tag später als geplant nach Koh Lanta übersetzt. Ab Dienstag soll dann wieder ganz normal die Sonne scheinen 😉 Nun sind wir also auch Monsun-Unwetter-Geprüft. Der stärkste Sturm seit 10 Jahren, laut den Einheimischen! Uns gehts aber gut und wir machen das Beste daraus! Bald gibt es wieder Sonne und Meer (nach nun schon 10 Tagen nicht so gutem Wetter) …hoffentlich :-D.

P.S.  Durch den Sturm ist das Internet überall außer Gefecht gesetzt worden, daher nun erst eine Rückmeldung von uns.

* Liebe Grüße*

Diese Diashow benötigt JavaScript.