Moin zusammen,

hier ist es gerade früher Abend und ich sitze mit meinem Laptop in der Küche des Camperplatzes (hier ist der einzige Internetzugang) und kann das leckere Essen der „Mitbewohner“ riechen und dabei den Wellen lauschen. Angefangen hat aber alles in Kalibarri, der nächste Ort nach Geraldton. Wir hatten uns eigentlich zum Plan gemacht so schnell wie möglich in den Norden nach Exmouth zu kommen, da bald die Regenzeit dort beginnt und dann mit Niederschlägen zu rechnen ist ;-). Da die Fahrten aber immer sehr anstrengend sind (Camper ist sehr hoch und macht bei jeder Windböe einen Satz nach rechts oder links, immer auf Kängerus, Emus, Kühe, Ziegen, Varane etc. achten und zusätzlich gehen die Straßen hier einfach nur geradeaus durchs NIX) haben wir uns überlegt doch kürzere Touren zu machen, dabei aber immer ein paar Sachen zu überspringen, um für den Rückweg noch etwas zu haben. Wir dürfen nämlich die selbe Strecke auch wieder nach Perth zurück fahren. Es gibt hier nämlich nur einen Highway :-D.

Die viel zu kleinen Straßen auf denen man 110 fahren darf, überraschen einen bei der ganzen Eintönigkeit immer wieder mit einem Schlagloch, Tier oder nach hunderten Kilometern mal mit Gegenverkehr oder einer Kreuzung :-D. Die letzten Tage haben wir ein paar Kilometer gerissen. Vorbei an einem pinken See waren im Kalbarri Nationalpark. Hier kann man von vielen Klippen den Ozean bewundern. Unser Campingplatz lag direkt am Strand. Angekommen haben wir wieder unser Lager eingerichtet und haben die Umgebung erkundet. Auf einen Sonntag in so einem kleinen Dorf gab es außer dem Bottleshop nicht viel zu sehen. Also machten wir uns ans Essen machen. Um gemütlich in der Nähe unseres Campers zu essen, haben wir den kleinen Grillplatz nebenan auserkoren. Doch nachdem Julias geschärfter Blick für Spinnen, Schlangen und sonstige Tiere die Redback Spider unter dem Tisch nicht entgangen ist, wechselten wir dann doch lieber zu den Anderen in die Campingküche ;-).

Nächsten Tag wollten wir endlich mal wieder ausschlafen (ja wir haben das schon ziemlich stressig 😀 ) ! Wir sind vom Frühstückstisch dann zum Visitor Center nebenan gestartet und hatten erfahren, dass das begehrte Ausflugsziel nicht wie geplant an unserem ersten Tag in Kalbarri für 2 Wochen geschlossen werden sollte, sondern das wir noch 2 Tage Zeit hätten. Wie immer in Australien haben sie sich ein wenig im Zeitplan vertan und wenn nicht heute dann halt morgen 😀 Somit packten wir den Camper, tankten ihn nochmal voll und holten Wasser, denn das gibt es meilenweit nicht mehr im Nationalpark. Ob wir das mit unserem Frontantriebscamper die Offroad Strecke schaffen würden, begegnete unsere Parkoffice Dame mit einem: Easy, but be careful! Los ging es mit einer wellblechartigen trockenen roten Sandstrecke, die dann irgendwann seine Farbe in Gelb änderte und dann noch mit tiefen Schlaglöchern sich gegen uns aufbäumte. Wir schafften es trotzdem und wurden für die 12 km in 1 1/2 Stunden mit einem wahnsinnigen Ausblick belohnt! Nur die vielen Fliegen nerven hier ganz schön. Zurück brauchten wir natürlich genauso lange und waren abends mehr als tod im Bett.

Morgens sollte es dann nämlich direkt nach der Dusche zur Pelican Fütterung gehen, die direkt gegenüber unseres Parks war. Sehr interessante und lustige Tiere, die sich gerne mal den Hals des Anderen schnappen, wenn sie keinen Fisch abbekommen haben. Gegen Mittag brachen wir dann Richtung Denham auf, was wieder 300 km entfernt lag und nur mit wenigen Tankstellen auf der Route glänzte. Trotzdem im kleinen beschaulichen Örtchen mit zumindestens 2 Supermärkten haben wir hier einen netten Park direkt am Strand bekommen. Etwas pustiger als im Süden, aber das hilft beim Einschlafen.

Heute ging es dann zu einem wirklichen Highlight. Monkey Mia!!!

Davon berichten wir aber beim nächsten Mal 😉

Julia & Benny