​Am nächsten Tag hieß es dann Abschied nehmen von Björn! Danke für die coole Zeit: Was PRETTY NICE GUY’S! 😀

Abgesehen vom Abschied kam aber noch etwas Unerfreuliches dazu. Die letzten Tage ließ unser Camper (uns war von Anfang an klar, dass es ein männlicher Camper sein muss, da er mit sehr wenig Haushaltshilfen ausgestattet war 🙂 ) immer mehr im Stich. Der Kühlschrank kühlte nicht mehr richtig und wir konnten einen Teil unserer Vorräte leider wegwerfen. Zum Glück kann auf jedem Campingplatz der Campers Kitchen ein Kühlschrank benutzt werden. Wir kamen leider erst am Freitag dazu bei Travellers Autobarn anzurufen, um den Fehler zu melden. Nach vielem hin und her wurde uns gesagt, wir sollen uns einen Eski (Kühltasche) kaufen und diesen erstmal als Kühlschrank benutzen, da Freitag wäre und somit schon fast Wochenende und die nächsten Tage auch nicht mehr viel passieren würde! Aussie Lifestyle.

Gesagt getan haben wir nun eine Kühlbox mitten im Camper stehen, die täglich mit neuem Crush Ice befüllt werden möchte :-D. Bis dahin war geplant, dass wir auf dem Weg in Richtung Süden nochmal in Perth halten, um das Problem nach dem Wochenende beheben zu lassen. Zumindestens konnten wir nun also all unser Essen wieder verstauen. Wir dürfen nun also  jeden Tag eine neue Eiswürfel Packung für die Truhe kaufen, damit es kalt bleibt… Naja los ging es wieder auf den Highway in Richtung Süden. Ziel Carnarvon, wo wir auch schon auf dem Hinweg gehalten hatten. Es mussten wieder Vorräte aufgestockt werden und ein Tankstopp sollte auch drin sein. Nach 370 km kamen wir an und haben schön frisches Gemüse von einer Farm direkt im „Dorf“-Städtchen gekauft. In Carnavon werden u.a. 80 % aller Bananen und Mangos angebaut, die auf der gesamten Westküste verkauft werden! Endlich konnten wir auch wieder bei Woolworth einkaufen. Auf dem Rückweg zum Caravanpark ruckelte das Lenkrad so doll, dass ich dachte die Spur wäre verstellt. Wir hielten direkt auf unserem Übernachtungsplatz und ließen die Roadassistens kommen, um sich das mal anzuschauen. Nach langen Telefonaten kam der nette Mann und nahm den Camper auf seinen mobilen Wagenheber. Mit den Worten: „Oh Shit! You’re very lucky!“ zeigte er auf den Reifen. Das war kein runder Reifen mehr, sondern ein Ei. Er erklärte uns, dass das an der Hitze liege. Wir sind in Exmouth bei über 40 Grad losgefahren und die Reifen können diese Hitze nicht ab und bei einem kleinen Grid  (ein Gitter auf der Fahrspur, damit man keine Erde oder Steine unter den Reifen mit in einen Nationalpark mitnimmt) verformen die Reifen sich und können jederzeit platzen. Nun ja, da waren wir wohl wirklich lucky!!! Was nicht ganz so lucky ist, dass wir bis Montag nun hier auf die Reparatur der Reifen warten müssen und wahrscheinlich erst am Dienstag weiter nach Perth fahren können, um das nächste Problem zu beheben. Unser Glück, dass wir gerade eingekauft haben, der Campingplatz echt schön ist und der Bottleshop zu Fuß erreichbar ist, denn wir dürfen nicht einen Meter mehr fahren :-D. Um es mit Leifs Worten zu sagen: Wer nicht einmal liegen geblieben ist, war nicht wirklich in Australien! Wir genießen nun die Auszeit am Pool und erledigen schon lange liegengebliebene Dinge (ich habe es geschafft innerhalb eines Monats die Hälfte meiner Hosen zu zerstören und nun macht sich Julia die Näh-Fee ans Werk und holt mir meine Hosen zurück 🙂 ).

Nächster Tag: Gestern Abend sind wir zum Bootleshop gejoggt, um uns ein Bier zu gönnen, nur leider hatte dieser schon geschlossen. Somit haben wir aber unser Sportprogramm durchgezogen :-D.. Abends wurde dann zur Feier des Tages gegrillt und wir haben den Abend entspannt ausklingen lassen. Heute früh mussten wir dann hoch, da unser Camper (zu Hause) abgeschleppt wurde. Wir blieben mit ein paar Sachen auf dem Campingplatz zurück und sitzen nun in der Küche und am Pool, bis wir was Neues erfahren 😉 Hoffentlich haben wir heute Abend unser Dach über dem Kopf wieder zurück.

Drückt uns die Daumen!

Bis bald
Eure Obdachlosen 😉

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