Hallo aus der Ferne,

wie versprochen kommt nun der Bericht über meinen (Julia) bisherigen Lieblingsort ‚Monkey Mia‘. Der Grund dafür sind meine absoluten Lieblingstiere – die Delphine die hier leben :)..

Den Abend zuvor verweilten wir ja in Denham, einem Vorort von dem man in nur 20 Minuten prima nach Monkey Mia fahren konnte. Dort angekommen trafen wir am Abend in der Camping Küche gleich ein Schweizer Pärchen, mit denen wir einen mega lustigen Abend verbrachten. Hinzu kamen dann kurze Zeit später noch zwei weitere Schweizer Mädels, deren Mietwagen sie auf der Überfahrt im Stich gelassen hatte und sie nun 2 Tage dort fest saßen. Bei ein bis zwei Wießwie planten wir den nächsten Tag in Monkey Mia und nahmen die Zwei am nächsten morgen um 7 Uhr in der Früh mit dorthin :). Nachdem wir auf dem Weg dorthin noch einer Emu Familie begegneten kamen wir etwas aufgeregt, aber total gespannt in Monkey Mia an.

Wir versammelten uns mit einigen anderen und natürlich den Rangern, die am Strand immer aufpassten und bekamen eine kleine Einführung in die Delphin-Kunde :). Bereits am Ufer schwammen insgesamt 7 wilde Delphine hungrig auf und ab, da sie sich wie jeden Morgen in Monkey Mia am Strand schon sehr auf ihren morgendlichen Fisch freuten, den sie ohne mühseliges fischen und jagen so abstauben konnten :D!

Langsam bekamen sie Hunger und kamen tatsächlich bis ins knietiefe Wasser nach vorne geschwommen. Damit die Tiere sich nicht an das „Lotterleben“ gewöhnen und trotzdem noch weiterhin selbstständig Fischen gehen bekam jeder Delphin nur 3 kleinere Fische. Ein paar Leute wurden ausgewählt und durften zu den Delphinen und den Rangern ein paar Schritte ins Wasser kommen, um dem jeweiligen Delphin den Fisch zu geben. Ich war (vielleicht auch dank meiner knalligen korall farbenen Hose) eine der wenigen Auserwählten, die selbst einen Delphin füttern dürften :). Das war ein geniales Erlebnis und ich habe mich richtig doll gefreut!! Für Benny, der leider nicht ausgewählt wurde war das aber ok, da sein Highlight die Haie, Manta Rochen und Schildkröten sind ;-), die es hier
im Ningaloo Reef ja bestimmt auch noch für uns zu sehen gibt. Den Rest des Tages, der ja schon früh für uns gestartet war wurde im wunderschönen, türkisen Wasser und weißem Sand von Monkey Mia relaxt. Gegen Nachmittag bemerkten wir dann, dass sich ein Single Delphin erneut am Strand befand, um den mini kleinen Fischen im flachen Wasser hinterher zu jagen. Er trieb sie bis zum Strand in die Enge um sie dann zu verspeisen :D. Das war für uns ein weiteres echtes Highlight! Wir bekamen dort im Wasser immer wieder Besuch von dem Delphin, der unermüdlich und stundenlang in der Bucht auf und ab schwamm,
um sich sein Mittagessen zu fangen. Nebenher die Pelikane, die sich somit auch einen kleinen Fang erhofften! Das war schon echt witzig anzusehen und vor allem war es wirklich unreal für uns neben einem sehr neugierigen Delphin baden zu gehen und das auch noch im flachen Wasser :).

Abends völlig erschlagen von dem Tag 😀 (die Sonne & das Meer machen auch müde und kaputt:)) aber unbeschreiblich glücklich ging es wieder zurück zum Caravanpark in Denham für eine weitere Nacht. Am nächsten morgen ging es direkt nach dem Frühstück weiter ins 300 km entfernte Carnavon, dem nächsten und erst mal einzigen etwas größeren Ort wo man mal wieder ‚verhältnismäßig günstig‘ bei einem Woolworth und nicht wie zuvor in den überteuerten kleinen IGA Supermärkten einkaufen konnte. Genau das taten wir dann also auch! Wir machten einen Großeinkauf und deckten uns ordentlich mit allem ein :-). Auf dem Weg nach Carnavon gab es aber noch zwei schöne Stopps, die wir uns natürlich nicht entgehen ließen. Der Erste war der Shell Beach, ein Kilometer langer Strand bestehend aus kleinen, weißen Muscheln. Der zweite war Hawks Head, mit einem lookout, von dem man Rochen, Haie, Schildkröten und Wale im seichten Wasser beobachten kann. All diese Tiere haben wir von dort oben aus auch gesichtet, jedoch waren wir für die Walsaison leider ein wenig zu spät dran. Nach dem Großeinkauf in Carnavon haben wir uns dann für die nächste Nacht wieder einen neuen Unterschlupf gesucht und schliefen nach den ganzen Eindrücken der letzten Tage sofort tief und fest ein.

Sonnige Grüße aus Westaustralien.
Julia und Benny